Navigation überspringen

13. Sitzung / Didaktik der Sonatenform

Was bisher geschah...

  • Sie kennen die Unterschiede zwischen den Analysemodellen der Sonatenhauptsatzform und der Sonatenrondoform.
  • Sie kennen strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Gattungen Sonate, Arie und Konzert (in Bezug auf Kompositionen der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts). 
  • Sie kennen den übermäßigen (Quint-)Sextakkord als Signal für eine wichtige Kadenz.
  • Sei kennen die Unterschiede zwischen den Modellen der Sonaten- und Sonatenrondoform.
  • Sie kennen eine systematische Herangehensweise an eine musikalische Analyse. 
  • Sie kennen verschiedene Strategien für die Formfunktion Reprise.
  • Sie kennen bekannte Modelle zur Beschreibung von Überleitungen.
  • Sie können die Begriffe Formfunktion, Hauptsatz, Überleitung, Seitensatz und Schlussgruppe erklären und Merkmale benennen, an denen man diese Formfunktion oftmals erkennen kann.
  • Sie wissen um die Probleme bei der Bestimmung des Seitensatzes.
  • Sie haben ein Verständnis für Form- und Satzmodelle wie Periode, Satz, Kadenz, Aria-di-Fiorenza4–1 (fa-ut) ModellPendelharmonik, Fonte, Monte, Quintanstiegsmodell mit Zwischendominanten u.a.
  • Sie kennen das Gliederungsmodell nach H. Chr. Koch und können es analytisch gewinnbringend einsetzen. 
  • Sie kennen Autoren, die sich mit der Theorie der Sonatenform beschäftigt haben.

Beabsichtigte Lernziele

  • Sie wissen, dass es eine sehr praktische und am Hörerleben orientierte Art gibt, das Thema Sonate, Sinfonie bzw. Sonatenhauptsatzform an einer allgemeinbildenden Schulen zu unterrichten.
  • Sie wissen, wie dieses Thema üblicher Weise in Lehrwerken für allgemeinbildende Schulen verhandelt wird. 

Unterrichtsdemonstration

Dauer:
40 Minuten
Arbeitsform
Arbeit im Plenum

In dieser Einheit wird demonstriert, wie Unterricht mit dem Thema Sinfonie und Sonatenhauptsatzform ohne Noten in einer Schulklasse der allgemeinbildenden Schulen funktionieren kann (je nach didaktischer Aufbereitung in allen Jahrgangsstufen).

Besprechung (Meeting-Room)

Gespräch über den didaktischen Ansatz unter Einbezug vieler Materialien.

Analyse Unterrichtseinheit

Dauer:
15 Minuten
Arbeitsform
Gruppenarbeit

Blitz-Analyse einer Unterrichtseinheit zum Thema Sinfonie aus einem aktuellen Schulbuch.

Besprechung (Meeting-Room)

Besprechung der Arbeitsergebnisse im Meeting-Room.

Schlussrunde

Zusammenfassung und Planung der vorletzten Sitzung (mögliche Themen: Didaktik oder Forschung).

Sie sollten wissen

  • Sie kennen eine Möglichkeiten, das Thema Sonate, Sinfonie bzw. Sonatenhauptsatzform in der allgemeinbildenden Schule auf eine sehr praktische Art zu unterrichten (12. Sitzung).
  • Sie kennen die Unterschiede zwischen der Sonatenhauptsatzform und der Sonatenrondoform und können diese Modelle angemessen zur Analyse von Musik verwenden (11. Sitzung).
  • Sie kennen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Kompositionen der Gattungen Konzert und Sonate des ausgehenden 18. Jahrhunderts (10. Sitzung).
  • Sie kennen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Kompositionen der Gattungen Arie und Sonate des ausgehenden 18. Jahrhunderts (9. Sitzung).
  • Sie kennen verschiedene Strategien für Reprisen und haben die Wichtigkeit des Vergleich von Exposition und Reprise im Blick (8. Sitzung). 
  • Sie kennen bekannte Modelle zur Durchführungsgestaltung wie Monte, Fonte, Ponte und das Quintanstiegsmodell über Zwischendominanten (7. Sitzung).
  • Sie kennen die Schritte für eine systematische Herangehensweise an eine musikalische Analyse (6. Sitzung).
  • Sie haben Erfahrungen in der Analyse der Formfunktionen einer Exposition gewonnen (5. Sitzung).
  • Sie kennen Hintergründe der Probleme, die bei der Bestimmung der Formfunktion Seitensatz auftreten (5. Sitzung).  
  • Sie haben eine Vorstellung von der Formfunktion Schlussgruppe und kennen Eigenschaften, an der Sie eine Schlussgruppe erkennen können (4. Sitzung).   
  • Sie kennen die Standard-Kadenzgliederung mit vier Absätzen nach H. Chr. Koch (4. Sitzung)
  • Sie haben ein differenziertes Verständnis für den Begriff Seitensatz entwickelt und haben erste Probleme bei der Bestimmung kennen gelernt (3. Sitzung). 
  • Sie kennen Namen von Autoren, die umfangreichere Arbeiten zum Thema Sonatenform publiziert haben (Hausaufgabe zur 4. Sitzung).
  • Sie erkennen typische harmonische Gestaltungen von Überleitungen (2. Sitzung).
  • Sie haben ein theoretisches Modell (4–1 (fa-ut) Modell) zur Beschreibung des harmonischen Verlaufs von Überleitung kennengelernt (2. Sitzung, Erklärung im Video 1. Vorlesung ab 31:54). 
  • Sie haben einen ersten Eindruck für die Schwierigkeit bekommen, eine Vorgabe zur Formfunktion Hauptsatz zu vervollständigen (2. Sitzung). 
  • Sie können den Unterschied zwischen einem satztechnischen Modell oder Formmodell (z.B. einer Periode) auf der einen und einer Formfunktion auf der anderen Seite erklären (1. Sitzung, Erklärung im Video 1. Vorlesung ab 15:07). 
  • Sie wissen, was in der Formenlehre als ›Periode‹ bezeichnet wird und können dieses Modell veranschaulichen (1. Sitzung).
  • Sie wissen, dass sich aus einfachen Harmoniemodellen in Verbindung mit Kadenzen Perioden gestalten lassen.
  • Sie kennen das I-IV-I-V-I-Harmoniemodell und die dazugehörige charakteristische Oberstimmenstruktur (x-6-5-4-3) (1. Sitzung).
  • Sie kennen das ›Aria-di-fiorenza‹-Modell mit und ohne Trugschluss (1. Sitzung). 
  • Sie kennen Gestaltungen von Halb- und Ganzschlüssen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (1. Sitzung).
  • Sie können die Satzmodelle am Klavier in gebräuchlichen Tonarten spielen (1. Sitzung).