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5. Sitzung / Perspektiven der Analyse

Was bisher geschah...

  • Sie können die Begriffe Formfunktion, Hauptsatz, Überleitung, Seitensatz und Schlussgruppe erklären und Merkmale benennen, an denen man diese Formfunktion oftmals erkennen kann.
  • Sie haben ein Verständnis für Form- und Satzmodelle wie Periode, Satz, Kadenz, Aria-di-Fiorenza, 4–1 (fa-ut) ModellPendelharmonik u.a.
  • Sie kennen das Gliederungsmodell nach H. Chr. Koch.
  • Sie kennen Autoren, die sich mit der Theorie der Sonatenform beschäftigt haben.

Beabsichtigte Lernziele

  • Wiederholung der unterschiedlichen Perspektiven zum Problem der Bestimmung des Seitensatzes
  • Übung in der Anwendung des erworbenen Wissens in der Analyse

Wiederholung und Hintergründe zum Problem Seitensatz

Dauer:
20 Minuten
Arbeitsform
Einzelarbeit

Vortrag am Institute of Art History of Czech Academy of Sciences and Mozart Society of the Czech Republic. International Musicological Congress ›Current Issues of Mozart Research III‹ (Oktober 2020).





Übung zur Analyse

Dauer:
30 Minuten
Arbeitsform
Gruppenarbeit

Analysieren Sie die Formfunktionen Seitensatz und Schlussgruppe in den Expositionen von Haydn, Mozart und Beethoven: zu den Notenbeispielen.

Besprechung (Meeting-Room)

Besprechung der Arbeitsergebnisse im Meeting-Room

Schlussrunde

Rück- und Ausblick.

Sie sollten wissen

  • Sie haben Erfahrungen in der Analyse der Formfunktionen einer Exposition gewonnen (5. Sitzung).
  • Sie kennen Hintergründe der Probleme, die bei der Bestimmung der Formfunktion Seitensatz auftreten (5. Sitzung).  
  • Sie haben eine Vorstellung von der Formfunktion Schlussgruppe und kennen Eigenschaften, an der Sie eine Schlussgruppe erkennen können (4. Sitzung).   
  • Sie kennen die Standard-Kadenzgliederung mit vier Absätzen nach H. Chr. Koch (4. Sitzung)
  • Sie haben ein differenziertes Verständnis für den Begriff Seitensatz entwickelt und haben erste Probleme bei der Bestimmung kennen gelernt (3. Sitzung). 
  • Sie kennen Namen von Autoren, die umfangreichere Arbeiten zum Thema Sonatenform publiziert haben (Hausaufgabe zur 4. Sitzung).
  • Sie erkennen typische harmonische Gestaltungen von Überleitungen (2. Sitzung).
  • Sie haben ein theoretisches Modell (4–1 (fa-ut) Modell) zur Beschreibung des harmonischen Verlaufs von Überleitung kennengelernt (2. Sitzung, Erklärung im Video 1. Vorlesung ab 31:54). 
  • Sie haben einen ersten Eindruck für die Schwierigkeit bekommen, eine Vorgabe zur Formfunktion Hauptsatz zu vervollständigen (2. Sitzung). 
  • Sie können den Unterschied zwischen einem satztechnischen Modell oder Formmodell (z.B. einer Periode) auf der einen und einer Formfunktion auf der anderen Seite erklären (1. Sitzung, Erklärung im Video 1. Vorlesung ab 15:07). 
  • Sie wissen, was in der Formenlehre als ›Periode‹ bezeichnet wird und können dieses Modell veranschaulichen (1. Sitzung).
  • Sie wissen, dass sich aus einfachen Harmoniemodellen in Verbindung mit Kadenzen Perioden gestalten lassen.
  • Sie kennen das I-IV-I-V-I-Harmoniemodell und die dazugehörige charakteristische Oberstimmenstruktur (x-6-5-4-3) (1. Sitzung).
  • Sie kennen das ›Aria-di-fiorenza‹-Modell mit und ohne Trugschluss (1. Sitzung). 
  • Sie kennen Gestaltungen von Halb- und Ganzschlüssen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (1. Sitzung).
  • Sie können die Satzmodelle am Klavier in gebräuchlichen Tonarten spielen (1. Sitzung).