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9. Sitzung / Die Reprise

Was bisher geschah...

  • Sie kennen den übermäßigen (Quint-)Sextakkord als Signal für eine wichtige Kadenz.
  • Sie kennen eine systematische Herangehensweise an eine musikalische Analyse. 
  • Sie kennen bekannte Modelle zur Beschreibung von Überleitungen.
  • Sie können die Begriffe Formfunktion, Hauptsatz, Überleitung, Seitensatz und Schlussgruppe erklären und Merkmale benennen, an denen man diese Formfunktion oftmals erkennen kann.
  • Sie wissen um die Probleme bei der Bestimmung des Seitensatzes.
  • Sie haben ein Verständnis für Form- und Satzmodelle wie Periode, Satz, Kadenz, Aria-di-Fiorenza, 4–1 (fa-ut) ModellPendelharmonik, Fonte, Monte, Quintanstiegsmodell mit Zwischendominanten u.a.
  • Sie kennen das Gliederungsmodell nach H. Chr. Koch und können es analytisch gewinnbringend einsetzen. 
  • Sie kennen Autoren, die sich mit der Theorie der Sonatenform beschäftigt haben.

Beabsichtigte Lernziele

  • Sie üben die Perspektive ein, auf Unterschiede in Expositionen und Reprisen zu achten. 
  • Sie lernen verschiedene Strategien für die Formfunktion Reprise kennen.

Besprechung Stilübungen

Dauer:
max. 15 Minuten
Arbeitsform
Diskussion (Meeting-Room)

Ggf. Besprechung von Hausarbeiten zur Stilübung.

Die Reprise

Dauer:
16 Minuten
Arbeitsform
Einzelarbeit

Schauen Sie sich das folgende Video zur Formfunktion Reprise (ab Timecode 35:48) an:

Analyseübung

Dauer:
30 Minuten
Arbeitsform
Gruppenarbeit

Vergleichen Sie in drei Arbeitsgruppen die Formfunktionen Exposition und Reprise der Kopfsätze der folgenden Komposition:

  • L. v. Beethoven, Sonate in C-Dur Op. 2, Nr. 1.
  • W. A. Mozart, Violinsonate in Es-Dur KV 481
  • J. Haydn, Sinfonie in C-Dur (›Alleluia‹) Hob. I:30

Sicherung der Arbeitsergebnisse

Vorstellung der Arbeitsergebnisse. 

Schlussrunde

Rück- und Ausblick

Sie sollten wissen

  • Sie kennen verschiedene Strategien für Reprisen und haben die Wichtigkeit des Vergleich von Exposition und Reprise im Blick (8. Sitzung). 
  • Sie kennen bekannte Modelle zur Durchführungsgestaltung wie Monte, Fonte, Ponte und das Quintanstiegsmodell über Zwischendominanten (7. Sitzung).
  • Sie kennen die Schritte für eine systematische Herangehensweise an eine musikalische Analyse (6. Sitzung).
  • Sie haben Erfahrungen in der Analyse der Formfunktionen einer Exposition gewonnen (5. Sitzung).
  • Sie kennen Hintergründe der Probleme, die bei der Bestimmung der Formfunktion Seitensatz auftreten (5. Sitzung).  
  • Sie haben eine Vorstellung von der Formfunktion Schlussgruppe und kennen Eigenschaften, an der Sie eine Schlussgruppe erkennen können (4. Sitzung).   
  • Sie kennen die Standard-Kadenzgliederung mit vier Absätzen nach H. Chr. Koch (4. Sitzung)
  • Sie haben ein differenziertes Verständnis für den Begriff Seitensatz entwickelt und haben erste Probleme bei der Bestimmung kennen gelernt (3. Sitzung). 
  • Sie kennen Namen von Autoren, die umfangreichere Arbeiten zum Thema Sonatenform publiziert haben (3. Sitzung).
  • Sie erkennen typische harmonische Gestaltungen von Überleitungen (2. Sitzung).
  • Sie haben ein theoretisches Modell (4–1 (fa-ut) Modell) zur Beschreibung des harmonischen Verlaufs von Überleitung kennengelernt (2. Sitzung, Erklärung im Video 1. Vorlesung ab 31:54). 
  • Sie haben einen ersten Eindruck für die Schwierigkeit bekommen, eine Vorgabe zur Formfunktion Hauptsatz zu vervollständigen (2. Sitzung). 
  • Sie können den Unterschied zwischen einem satztechnischen Modell oder Formmodell (z.B. einer Periode) auf der einen und einer Formfunktion auf der anderen Seite erklären (1. Sitzung, Erklärung im Video 1. Vorlesung ab 15:07). 
  • Sie wissen, was in der Formenlehre als ›Periode‹ bezeichnet wird und können dieses Modell veranschaulichen (1. Sitzung).
  • Sie wissen, dass sich aus einfachen Harmoniemodellen in Verbindung mit Kadenzen Perioden gestalten lassen.
  • Sie kennen das I-IV-I-V-I-Harmoniemodell und die dazugehörige charakteristische Oberstimmenstruktur (x-6-5-4-3) (1. Sitzung).
  • Sie kennen das ›Aria-di-fiorenza‹-Modell mit und ohne Trugschluss (1. Sitzung). 
  • Sie kennen Gestaltungen von Halb- und Ganzschlüssen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (1. Sitzung).
  • Sie können die Satzmodelle am Klavier in gebräuchlichen Tonarten spielen (1. Sitzung).